00:00:00: Christian Hoffmann von Hoffmanns Waldau.
00:00:03: Ermahnung zur Vergnügung.
00:00:08: Ach, was wollt ihr trüben Sinnen doch beginnen?
00:00:12: Traurig sein hebt keine Not!
00:00:15: Es verzeherst nur die Herzen nicht die Schmerzen und ist ärger als der Tod.
00:00:22: Dornenreiches Ungelücke Donnerblicke Und des Himmels Härtigkeit wird kein Kummalinder machen.
00:00:31: Alle Sachen werden anders mit der Zeit.
00:00:34: Sich in tausend Tränen baden, bringt nur Schaden und verlöscht der Jugendlicht.
00:00:41: Unser Seufzen wird zum Winde!
00:00:44: Wie geschwinde ändert sich der Himmel nicht?
00:00:48: Heute will er Hagel streuen, Feuer treuen – bald gewährt der Sonnenschein.
00:00:54: Manches Irrlicht voller Sorgen wird uns morgen ein bequemer Leitstern
00:00:59: sein.".
00:01:01: Bei verkehrten Spiele singen, sich bezwingen, reden was uns nicht gefällt und bei trüben Geist und Sinnen scherzen können – ist ein Schatz der klugen Welt.
00:01:14: Über das Verhängnis klagen mehr die Plagen und verrät die Ungeduld.
00:01:20: Diesem, der mit gleichem Herzen trägt die Schmerzen wird der Himmel endlich holt!
00:01:28: Auf oh Seele du musst lernen Ohne Sternen, wenn das Wetter tobt und bricht, Wenn der Nächte schwarze Decken uns erschrecken Dir zu sein dein Eigenlicht.
00:01:41: Du muß dich in dir ergätzen Mit den Schätzen die kein Feind so nichte macht Und kein falscher Freund Kann kränken mit den Ränken Die seien leichter Sinn erdacht Von der süßen Kost zu scheiden Und zum Meiden was des Geistes trieb begehrt Sich in sich stets zu bekriegen und zu siegen, ist der besten Krone wert.