00:00:00: »Johan Ludwig, Meier von Knonau.
00:00:03: Die Kuh und der Fuchs.
00:00:04: – Fuchs!
00:00:08: Seh ich recht?
00:00:09: So bist es du,« so sprach zum schlauen Fuchs die Kuh.
00:00:13: »Du könnst erwünscht hierher gegangen.
00:00:16: Gleich heute war ein Jahr vergangen, seitdem wir uns auf dieser Matten in gutem Stand gesehen hatten.
00:00:24: Nun wünsche ich dir zum neuen Jahre Damit ich eitle Wünsche spare, was für Dein wohl sich Füchse schickt und eines Fuchses Herz erquickt.
00:00:36: Zur Sommerszeit Kohl, Gras und fetten Klee Und fällt zu seiner Zeit an tiefer Schnee.
00:00:42: So wünsch' ich Dir nur Haber, Salz und Heu und Stroh Für Deine Füße und für Deinen Maul.
00:00:48: kein Spreu!
00:00:51: »Drauf,« sprach der Fuchs ein.
00:00:53: »Liebe Kuh!
00:00:54: Ich bin zum Schönsten dir verpflichtet.
00:00:57: Du hast den Wunsch auf meine Ruhe und mein Bedürfnis eingerichtet?
00:01:02: Wie trefflich trafst du meinen Sinn, oh meine gute Nachbarin!
00:01:06: Ich muss mich herzlich vor Dir schämen.
00:01:09: Wo soll ich Gegenwünsche nehmen, die dich wie deine Mich erquicken, die sich gleich trefflig für Dich schicken?
00:01:17: Ich wach's.
00:01:19: Und wünsche dir hingegen des großen Jovis schönsten Segen.
00:01:24: Bald Enten, Hühner, Hasentaugen, bald Reife rot und weiße Trauben, bald Fischchen aus den klaren Flüssen, nebst Überfluss an Kirsch-und
00:01:34: Nüssen.".
00:01:37: Johann Ludwig Meier von Knonau Die Kuh unter Fuchs Gelesen von Helge Heinold.