00:00:00: Johann Wilhelm Ludwig Gleim, die Älste und der Uhu.
00:00:08: Die Älster saß auf einem hohen Baum, Der manchem Wanderer Schatten gab Und plauderte herab.
00:00:15: – Die Lärche singt ja kaum Ihr Tereli des Tages sieben Mal!
00:00:21: Hingegen singt die Nacht egal So Tag als Nacht Und weiß nicht aufzuhören.
00:00:26: Ihren Fleiß Bewundert man allein.
00:00:30: Er sollte dauerhafter sein, er wehrt im ganzen Jahr ja nur so wenig Wochen.
00:00:36: Hin gegen ich?
00:00:38: Ja aus, ja ein singe ich mein schönes Lied!
00:00:42: So faul kann ich nicht
00:00:43: sein!".
00:00:45: Kaum hatte sie es gesprochen – Da Murmels und da rief ein spöttischer Uhu der in des Baumes baure saß Ein Philosoph, der alle Welt vergas von unten auf ihr zu O hieltest du den Mund, du plaudermaule!
00:01:04: O wärest du doch faul?«.
00:01:09: Johann Wilhelm Ludwig Gleim Die Älster und der Uhu Vorgelesen von Helge Heinhold.