00:00:00: Timo Brandt, alte Flammen Let me see you beauty when the witnesses are gone.
00:00:07: Leonhard Kohn.
00:00:10: Auf der Straße in den Wiesen auf den Zeltplätzen in den Klassenräumen liefen die jungen Frauen umher Ihr lachen als kickten sie die Sonne von einer zu anderen.
00:00:22: Wie lange ist das her?
00:00:25: Jetzt sitzen die alten Damen in den Café-Ecken den kleinen Wohnungen, den hellen Gärten in denen die immer gleichen Vögel singen.
00:00:34: Begehrt und nicht zu übersehen als wäre alles Ozean und sie das Leben – dies erste Wunder und das Einzige waren junge Frauen die kostbarste Bedeutung, die Eleganz, die Wünsche!
00:00:50: Nun stille alte Damen mit wahrbanden Frisuren und Verständen, Mit Leben, die nicht enden.
00:00:57: Die reden mit den Menschen an der Supermarktkasse.
00:01:02: Einst eine Masse jetzt grüppchenweise anzutreffen, edel in den Zügen und zart im Blicken und Händen.
00:01:09: Jahreszeiten schneien auf sie nieder.
00:01:12: Niemand liebt sie sterbend.
00:01:14: Töne ohne Lieder Sie tragen sicher noch bei sich Versteckt in einer Falte Eine ganz andere Gestalt Eine Welt Auf der sich niederschlug Der Regen eines Urlaubs, Der Atem unbequemer Nächte.
00:01:33: Das Geschick mancher Freude Und was die Zukunft brächte.
00:01:38: Eine Hand, die nicht losließ Die Strich und grob Bevor das Alter Seine Lunge in ihren Rachen schob Und langsam alle Wogen glättete Bestickte.
00:01:51: Doch sie haben noch immer ihre schönen Lieder und denken an das Leben.
00:02:00: Timo Brandt, Alte Flammen, vorgelesen von Helge Heinhold aus dem Buch ab.
00:02:07: hier nur Schriften erschienen im Afeierverlag.