00:00:00: Josef von Eichendorf, Sommerschwühle.
00:00:05: Die Nachtiger schweigt.
00:00:07: Sie hat ihr Nest gefunden.
00:00:09: Trägt sie in die Quellen, die so kühle sprangen.
00:00:13: Von drüber Schwühle liegt die Welt umfang'n.
00:00:16: So hat den Lenz der Sommer überwunden.
00:00:20: Noch nie hat es die Brust so tief empfunden.
00:00:23: Es ist als ob viel Stimmen heimlich sangen.
00:00:27: Auch dein Lenz froher Sänger ist vergangen.
00:00:31: An Weib und Kind ist nun der Sinn gebunden.
00:00:36: Oh, komm, Geliebte!
00:00:38: Komm zu mir zurück!
00:00:40: Kann ich nur deine hellen Augen schauen?
00:00:43: Fröhlich gestirren in dem verworrenden Treiben Wölbt hoch sich wieder das Gesangesbrücke.
00:00:51: Und kühn.
00:00:52: darf ich der alten Lust vertrauen Denn ewger Frühling will bei Liebe bleiben.
00:01:01: Josef von Eichendorf, Sommerspüle.
00:01:04: Vorgelesen von Helge Heinhold.